Prof. Dr. Stefan Pilz spricht über die Rolle von Sonnenlicht im Körper, über die körpereigene Bildung von Vitamin D und darüber, warum eine differenzierte Einordnung von UV-Strahlung sinnvoller ist als pauschale Urteile.

Infos · Im Gespräch
Sonne neu denken.
Ein Gespräch über Licht und Vitamin D.
Über Sonnenlicht wird meist nur in Warnungen gesprochen. Prof. Dr. Stefan Pilz forscht seit Jahren zu Vitamin D – im Interview ordnet er ein, was Licht im Körper anstößt, wie Vitamin D überhaupt entsteht und warum pauschale Urteile über UV-Strahlung selten weiterhelfen.
Warum dieses Gespräch
Zwischen Warnung und Wirklichkeit.
Sonne ist in der öffentlichen Debatte fast nur noch ein Risiko. Das ist verständlich – Sonnenbrand und ungeschütztes Übertreiben schaden der Haut, daran gibt es nichts zu deuteln. Nur bleibt bei dieser Verkürzung eine zweite Seite unerwähnt: Licht ist an einer ganzen Reihe von Vorgängen im Körper beteiligt, allen voran an der körpereigenen Bildung von Vitamin D.
Genau da setzt dieses Interview an. Es wirbt nicht für mehr Sonne und es verharmlost nichts. Es zeigt, wie ein Forscher auf das Thema blickt, der sich seit Jahren wissenschaftlich damit befasst – nüchtern, differenziert und ohne Absolutheitsanspruch. Uns gefällt dieser Ton, weil er zu dem passt, was wir unseren Mitgliedern seit jeher raten: mit Maß, mit Wissen und mit Respekt vor der eigenen Haut.

Das Interview
Prof. Dr. Stefan Pilz im Gespräch.
Ein Gespräch über Sonnenlicht, Vitamin D und die Frage, warum eine sachliche Diskussion über UV-Strahlung so schwerfällt.
Das Interview dient der allgemeinen Information und ersetzt keine persönliche ärztliche Beratung.

Wer spricht
Prof. Dr. Stefan Pilz
Facharzt für Innere Medizin und Endokrinologie · Medizinische Universität Graz
Stefan Pilz arbeitet an der Klinischen Abteilung für Endokrinologie und Diabetologie der Medizinischen Universität Graz. Seine Schwerpunkte sind Hormone, Stoffwechselerkrankungen und der Vitamin-D-Haushalt – und damit auch die Frage, wie Sonnenlicht, Gesundheit und Vorbeugung zusammenhängen.
Er hat an einer großen Zahl wissenschaftlicher Fachpublikationen mitgewirkt und ist regelmäßig auf medizinischen Fachkongressen zu hören. Für dieses Interview haben wir bewusst jemanden gesucht, der aus der Forschung heraus spricht und nicht aus der Werbung.
- Facharzt für Innere Medizin und Endokrinologie
- Forschungsschwerpunkt Vitamin-D-Stoffwechsel und Prävention
- Wissenschaftliche Forschung zu Vitamin D, Stoffwechsel und chronischen Erkrankungen
- Autor zahlreicher wissenschaftlicher Fachpublikationen
- Referent auf medizinischen Fachkongressen
Wissenschaftliche Veröffentlichungen
Das Forschungsportal der Medizinischen Universität Graz führte zum Stand vom 06. August 2026 insgesamt 534 Veröffentlichungen von Stefan Pilz. Dazu zählen wissenschaftliche Studien, Übersichtsarbeiten und Beiträge zu medizinischen Fachkonferenzen.
Quelle: Forschungsprofil von Prof. Dr. Stefan Pilz an der Medizinischen Universität Graz, Stand: 06. August 2026.
Worum es geht
Drei Fragen, die im Gespräch beantwortet werden.
Das Interview dreht sich im Kern um drei Punkte, die in der alltäglichen Diskussion über Sonne meist untergehen.
- 1
Was macht Licht im Körper?
Warum Tageslicht und UV-Strahlung an biologischen Abläufen beteiligt sind – und weshalb sich der Blick lohnt, der über die Haut hinausgeht.
- 2
Wie entsteht Vitamin D?
Weshalb der Körper den Großteil selbst bildet, welche Rolle die Haut dabei spielt und warum das Thema mit Nahrungsergänzung allein nicht erklärt ist.
- 3
Wie ordnet man UV-Licht ein?
Warum Dosis, Dauer, Hauttyp und eigenes Verhalten den Ausschlag geben – und pauschale Bewertungen in beide Richtungen zu kurz greifen.
Gesundheitlicher Hinweis
Dieses Interview und die Texte auf dieser Seite dienen der allgemeinen Information und stellen keine medizinische Beratung dar. Die geäußerten Einschätzungen geben die Sicht des Interviewpartners wieder. Solarien dienen kosmetischen Bräunungs- und Wohlfühlzwecken und sind kein Mittel zur Vorbeugung oder Behandlung von Krankheiten. Ein möglicher Vitamin-D-Mangel sollte ärztlich festgestellt und begleitet werden. Solarienbesuche sind erst ab 18 Jahren erlaubt.
Häufige Fragen
Gut zu wissen.
Licht ist an verschiedenen biologischen Abläufen beteiligt. Am bekanntesten ist die Bildung von Vitamin D, die in der Haut unter dem Einfluss von UV-B-Strahlung stattfindet.
So einfach ist es nicht. Entscheidend sind Dosis, Dauer, Hauttyp und das eigene Verhalten. Sonnenbrand und Übertreiben schaden – maßvolles, dem Hauttyp angepasstes Sonnen ist etwas anderes.
Nein. Das Interview dient der allgemeinen Information. Bei gesundheitlichen Fragen oder dem Verdacht auf einen Vitamin-D-Mangel ist ärztlicher Rat der richtige Weg.
Zu Hauttyp, passenden Bestrahlungszeiten und dem richtigen Maß beraten wir Dich gern persönlich – in allen fünf Members-Club-Studios in Hamburg. Medizinische Fragen gehören in ärztliche Hände.
Fachlich geprüft von Marvin Ganschow– Verantwortlich für Sonne, Beauty & Body im Members Club Hamburg
Zuletzt aktualisiert am
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